Einmal geht´s noch: Fußball nur mehr im Pay-TV?
Der erste sogenannte sportnet.at-Battle *) bringt uns auf Sturm12.at eines der derzeit interessantesten Themen der Bundesliga: Der neue TV-Vertrag. Wie hat er auszusehen, pro und contra Pay-TV, was soll ins Free-TV und so weiter.
In den Postings darunter wird, von ein paar Dingen, die halt irgendwie überhaupt nicht dazugehören abgesehen, konstruktiver debattiert als in den Larifari-Edlinger-Rinner-Diskussionen der letzten Monaten.
Die Tendenz scheint auf den ersten Blick klar: Man will für österreichischen Fußball im Fernsehen nichts bezahlen (es sei denn, es geht nicht anders, weil man etwa nicht in Österreich lebt), Fußball müsse für alle frei zugänglich sein (im Zweifelsfall aber lieber bei einem der Privaten als im ORF) und soll im Internet schon gar nichts kosten.
Nun scheiden sich vor allem beim Thema Online die Geister, ob Content etwas kosten darf oder nicht. Soll hier auch nicht groß Thema sein, da es ja in erster Linie um TV geht. Von mir selbst nur ein Gedanke dazu: Inhalte, die entsprechend aufwendig produziert werden, könnten dem interessierten User schon den einen oder anderen Euro wert sein.
Zurück zum TV: Kolportierte 45 Millionen Euro wollte sky für fünf Jahre Bundesliga zahlen. Diesen Vorschlag lehnten die Vereine der tipp3 Bundesliga im Jänner ab. 45 Millionen – so viel erhalten die Klubs der international ähnlich (un)auffälligen Jupiler League in Belgien alleine für eine einzige Saison.
Über die Beweggründe der Klubs (Werbewert und so…) wurde schon an anderen Stellen viel geschrieben. Hier soll es ausschließlich um den Endverbraucher – den Zuseher – gehen.
Die Diskussionen sind hierzulande keine anderen als in Deutschland. Auch dort ärgert man sich rund um jede Rechtevergabe über zu viel Pay-TV und zuwenig Live-Fußball im Free-TV. Wenn auch auf einem ungleich höheren Niveau.
Denn wie Vamos hier richtig anmerkt, haben die Deutschen mit der Sportschau in der ARD am Samstag eine hervorragende Fußballsendung, die die Spiele der 1. und 2. Bundesliga zusammenfasst.
An dieser Stelle sei auch noch “das aktuelle sportstudio” im ZDF erwähnt. Analysen, Studiogespräche (und dort kommen am späten Samstagabend nicht irgendwelche Leute, sondern die Trainer und ihre Stars) und kurze Zusammenfassungen der Liga-Partien – perfekt.
Der Sonntag im DSF (bald: Sport1): Vormittags Zusammenfassungen der Bundesliga, Mittags der legendäre Doppelpass.
Wie schon an hier erwähnt, werden in Deutschland lediglich zwei Spiele live im Free-TV übertragen. Trotz allem hat man – weil sowohl die Öffentlich-Rechtlichen als auch die Privaten Thema Fußball täglich neu aufbereiten – trotz Live-Fußball exklusiv im Pay-TV nie den Eindruck, als würde man etwas versäumen.
Zwar ist ein Vergleich mit Fußball-Deutschland in jeder Hinsicht vermessen (den direkten, sportlichen Vergleich gibt´s eh im Herbst).
Es muss aber jedem einleuchten, dass die Liga (und somit jeder einzelne Klub, was noch einmal mit Nachdruck heißen soll, dass es hier um eine gemeinsame Sache geht) auf lange Sicht auf der Strecke bleibt, wenn man nach dem Motto “das war schon so und das wird immer so bleiben” agiert.
Klar ist, dass man nicht die großen Erlöse erzielen kann wie die Topligen dieses Kontinents. Mit dem Status Quo der Liga- und TV-Situation dürfte man aber weiterhin auf der Stelle treten.
*) Zwei sportnet.at-Redakteure behandeln alle zwei Wochen ein bestimmtes Fußball-Thema, das Österreich bewegt, beziehen Pro- und Contra-Position.
Ab 1. März: SportsCenter auf ESPN America
Gute Nachrichten für Sportfans. Wie ESPN mitteilt, startet am 1. März eine spezielle Ausgabe von SportsCenter für ESPN America.
Die Nachrichtensendung gilt als die Informationsquelle schlechthin im US-amerikanischen Sportfernsehen und wird jetzt auch nach Europa und in den Mittleren Osten exportiert.
Die halbstündige Sendung soll von Montag bis Freitag um 8 Uhr (MEZ) ausgestrahlt werden. Eine aktualisierte Version läuft ab 22:30 Uhr. Es gibt also Morgen-, sowie Spätnachrichten.
Anchorman Michael Kim präsentiert aus dem ESPN-Headquarter in Bristol, Connecticut die neuesten Scores und Storys aus den wichtigsten US-Sportligen.
SportsCenter wurde erstmals am 7. September 1979 ausgestrahlt. Die ESPN-America-Version ist der insgesamt 14. Ableger der legendären Nachrichtensendung. So gibt es beispielsweise eigene SportsCenter-Ausgaben für Australien, Indien, Japan, Mexiko und Brasilien.
Edgar Davids kommt nach Salzburg (aber nur für heute Abend…)
Am Samstag hatte ihn Kollege Christoph Gastinger vor dem sportnet.at-Mikro, heute Abend gastiert Edgar Davids in Salzburg. Der “Pitbull”, wie er aufgrund seines kämpferischen Stils, Fußball zu spielen, viele Jahre lang genannt wurde, ist Gast bei “Sport und Talk aus dem Hangar-7″ auf Servus TV.
Davids hat seine aktive Karriere mittlerweile beendet, jettet für den “Red Bull Street Style” um die Welt und war aus diesem Grund am Wochenende in Wien zu Gast. Mit Marc Janko besuchte er das Street-Style-Finale und fungierte dort als Jury-Mitglied.
Außerdem in der heutigen Sendung zu Gast: Salzburg-Coach Huub Stevens, der Schweizer Fußball-Experte Erich Vogel sowie Ex-Schiedsrichter Fritz Stuchlik. Die Talkrunde moderiert Rudi Brückner.
Man sieht also – die Bundesliga geht wieder los. Was genau das mit Edgar Davids zu tun hat, wird sich noch zeigen. Im sportnet.at-Interview kannte Davids nur einen einzigen österreichischen Fußballer: Marko Arnautovic von Inter Mailand.
Im dem Talk vorangestellten Magazin ist Snowboarderin Doris Günther im Hangar-7 zu Gast.
Die Live-Sendung beginnt um 21:15 Uhr.
Österreich: Bezahl-Football im Internet?
Hat Ihnen die Superbowl gefallen? Dann könnten Sie sich das nächste Football-Spiel hierzulande ganz in Ihrer Nähe ansehen. Österreich verfügt über eine richtig feine Liga. Das Problem, falls Sie nicht ins Stadion gehen können: Im Fernsehen findet diese praktisch nicht statt.
Der ORF musste heuer im Football erheblich auf die Sparbremse steigen und übertrug kein einziges Spiel der NFL – auch nicht die Superbowl. Das musste man schweren Herzens dem ambitionierten Privatsender PULS 4 überlassen.
Die Macher des Football-Magazins AFL Crush, das ursprünglich erfolgreich im ORF startete, arbeiten nun mangels Sendeplatz im Öffentlich-Rechtlichen an der Möglichkeit des Livestreamings im Internet. Wie der AFBÖ auf seiner Website berichtet, soll dies “auf sehr hohem Niveau” passieren.
Der Plan sieht mindestens drei High-Definition-Kameras, Zeitlupen-Wiederholungen, Inserts und eine ausführliche Berichterstattung vor. (afboe.at)
Das Problem bei all dieser technischen Herrlichkeit: es kostet logischerweise alles viel Geld. AFL Crush kalkuliert ein Spiel (ohnehin sehr knapp) mit rund 4.000 Euro. Da die Klubs der AFL nicht in der Lage sind, für diese Kosten aufzukommen, ist man auf die Fans angewiesen.
Aus diesem Grund wollen AFL Crush und die AFBÖ von allen Football-Interessierten wissen, ob sie bereit wären, Geld für ein Football-Spiel im Internet auszugeben – und wenn ja, wie viel.
DSF will ESPN werden
Vor einigen Tagen gab DSF bekannt, dass man ab 11. April unter dem Namen Sport1 firmieren würde. Am Samstag erklärt Geschäftsführer Zeljko Karajica in einem Interview mit dem Medienmagazin DWDL.de, was die Zuschauer in Zukunft erwarten könnte.
Die Kernzeit von Sport1 bleibe weiterhin der Zeitraum zwischen 17 Uhr und Mitternacht. Karajica: “Man muss da ehrlich sein: Für einen Spartensender wie uns gibt es nicht genügend finanzierbares Programm für Männer zwischen 14 und 49 Jahren, mit dem sich werktags um 14 Uhr relevante Reichweiten erzielen lassen.” Programmlücken sollen aber nach und nach reduziert werden.
Auch mit aktueller Berichterstattung will Sport1 Meter machen. Das hätte man beispielsweise schon im Herbst anlässlich des legendären “Lahm-Interviews” und zuletzt bei der Mercedes-Präsentation ausprobiert. “Natürlich gehen die Quoten nicht durch die Decke, können sie aber auch noch nicht. Denn in den letzten Jahren hat das DSF dies nicht konsequent angeboten”, sagt Karajica.
Man setzt also auf die Lernfähigkeit des Publikums. Die Zuseher sollen wissen: bei spannenden, aktuellen Themen drehe ich Sport1 auf oder gehe online auf Sport1.de. Karajica: “Von relevanten Sportthemen können wir mehr profitieren als bisher. Wobei für mich übrigens nicht entscheidend ist, ob das im TV oder online geschieht.”
Eines der Schlagwörter bei der Präsentation am Dienstag war “Sportainment”. Karajica verweist etwa auf die von Comedian Matze Knop präsentierten “Bundesliga Hits” oder auf die neue Spieltaganalyse von LIGA total! am Montagabend.
“Das ist kein biederer Sportjournalismus sondern leidenschaftlich und unterhaltsam. Schauen Sie sich die Sportsendungen in den USA, etwa bei ESPN, an. Dort geht es weitaus unterhaltsamer zu als bei uns.”
Dennoch gelte die Sportberichterstattung in den USA “inhaltlich als hervorragend. Das ist unser Ziel.”
Fahrplan für die Superbowl-Nacht (+ VIDEOS)
Nachdem meine Blog-Statistik zeigt, dass die meisten Leute in den letzten Tagen über Suchbegriffe wie “Superbowl im ORF”, “Superbowl 2010 ORF” und dergleichen auf diese Seite kommen, folgender Hinweis an all jene, die sich am kommenden Sonntag den Superbowl im TV ansehen wollen:
Im österreichischen Fernsehen wird der Superbowl (Indianapolis Colts vs. New Orleans Saints) nicht, wie in den letzten Jahren üblich, im ORF übertragen.
Über die Weihnachtsfeiertage sicherte sich der in Wien beheimatete Privatsender PULS4 (Gruppe ProSieben Sat.1 Österreich) die Rechte für die Conference Finals sowie für den Superbowl. Für den Sonntag hat der junge TV-Sender ein interessantes Sendepaket geschnürt:
Ab 20:15 Uhr kann man sich mit dem Blockbuster “Any Given Sunday” (Al Pacino, Dennis Quaid, Cameron Diaz) auf das sportliche Highlight einstimmen. Ab 23:00 Uhr zeigt die Doku “Cheerleader – no risk, no fun” den Auftritt der österreichischen Meisterinnen im Cheerleading bei den Weltmeisterschaften in den USA.
Um 23:30 Uhr meldet sich Christian Nehiba aus dem PULS4-Studio zur Pre-Game-Show. Gemeinsam mit den ehemaligen Footballern Tobias Oberzeller, Dimitrios Galanos und Gerwin Wichmann wird die abgelaufende Saison analysiert und auf das anstehende Finale geblickt, ehe um 24 Uhr nach Miami geschalten wird.
Kommentiert wird der Superbowl vom langjährigen ORF-Mann Robert Seeger und von Walter Reiterer, Chefredakteur von football-austria.com.
PULS4 ist über Kabel, digitalen Satellit, DVB-T und auch via Handy zu empfangen. Mehr Infos unter empfang.puls4.com.
ESPN America beginnt seinen Superbowl-Abend bereits um 16:30 Uhr und zeigt vier Stunden lang die Highlights aus den letzten acht Jahren Superbowl. Ab 20:30 Uhr gibt es zeitversetzt den NFL Countdown – über drei Stunden Vorberichte auf das große Endspiel. Um 0 Uhr schaltet ESPN America zum Kick-Off nach Miami. Nach der Partie analysieren Chris Berman und seine Experten ab 4:30 Uhr.
Am Mittwoch wurde bekannt, dass der Sender CBS, der in den USA den Superbowl überträgt, zwei geplante Werbespots untersagt hat. Die Spots während des Superbowl gehören zu den Highlights der Übertragungen und kosten mehrere Millionen Dollar pro 30 Sekunden. Zwei Spots – der eine zeigt zwei sich küssende Männer, der andere einen fiktiven Footballprofi in Damenunterwäsche – werden nicht im TV zu sehen sein. Auf youtube allerdings schon.
Ins Programm geschafft hat es jedoch ein umstrittener Spot von focusonthefamily.com. Der Gruppe konservativer Christen wird vorgeworfen, Frauen unter Druck zu setzen, nicht abzutreiben.
NASCAR: Servus TV beteiligt sich nicht an Spekulationen
Das erstmals bei AAS kolportierte Gerücht, dass die NASCAR ab April bei Servus TV zu sehen sein könnte, sorgt für Aufregung und Begeisterung unter den Motorsport-Fans. Kaum eine Community, die sich diesem Thema in den letzten Stunden entziehen kann. Hoffen und Bangen lautet das Motto, denn fix ist noch gar nix.
Das Portal motorsport-total.com zitiert eine offizielle Mitteilung des Senders. Darin heißt es in gewohnter Red-Bull-Manier:
Bitte haben sie Verständnis dafür, dass wir uns an solchen Spekulationen nicht beteiligen. Sollte sich eine Änderung ergeben, beziehungsweise abzeichnen, dass etwaige Programme geplant sind, werden wir sie umgehend informieren.
Mit Spannung wird zudem erwartet, ob sich Servus TV an der Rechtevergabe der Österreichischen Bundesliga beteiligt. Bis 24. Februar haben interessierte Fernsehstationen noch Zeit, ihre Angebote abzugeben.
Heißes Gerücht: NASCAR auf Servus TV
Wird der Salzburger Fernsehsender Servus TV noch zu einem Sportkanal? Nachdem in den letzten Tagen bekannt wurde, dass man in den kommenden Wochen einige Spiele der Erste Bank Eishockey Liga live übertragen würde, macht nun ein heißes Gerücht aus dem Motorsport die Runde.
In einem Posting bei allesaussersport.de schreibt User mifro von Übertragungen (wobei nicht klar ist, ob es sich um Live-Übertragungen oder andere Sendeformate handelt), die im April starten sollen und beruft sich auf “eine/n Mitarbeiter/in des Senders”.
Red Bull, dem der Sender gehört, unterhält mit dem Red Bull Racing Team einen eigenen NASCAR-Rennstall. Für RBRT fahren die Piloten Scott Speed und Brian Vickers. Letzterer fuhr im August 2009 den ersten Sieg für Red Bull ein.
Servus TV zeigt Eishockey live
Premiere im österreichischen Privatfernsehen. Erstmals zeigt das private Free-TV Spiele der Erste Bank Eishockey-Liga live. Red Bulls neuer TV-Kanal Servus TV wird ein Spiel aus der 54. und letzten Runde des Grunddurchgangs sowie je ein Match aus dem Viertel- und Halbfinale live und in HD übertragen, berichtet Digital Fernsehen.
Pro Saison dürfen vier Spiele im Free-TV übertragen werden. Der ORF, dem die Spiele in den letzten Jahren angeboten wurden, hat von diesem Recht allerdings nie Gebrauch gemacht.
Gerüchten zu Folge soll sich Servus TV an der Vergabe der Fernsehrechte der Eishockey-Liga ab der kommenden Saison beteiligen. Der aktuelle Vertrag zwischen der Liga und sky sport austria läuft mit Saisonende aus.
Aus DSF wird echtes Sportfernsehen
DSF wird SPORT1. Das Deutsche Sportfernsehen, seit 1. Jänner 1993 on air und seit Jahren für die Sexy Sport Clips nach Mitternacht berühmt-berüchtigt, gönnt sich einen Relaunch und firmiert ab 11. April unter dem Namen SPORT1.
Im Rahmen einer Spezial-Ausgabe des Doppelpass soll der Markenwechsel vollzogen werden. Der Name SPORT1 ist nicht zufällig gewählt, sondern soll die redaktionellen Angebote von Sport1.de und DSF verschränken.
Das klingt nun grundsätzlich nicht sehr neu. Schon oft in den letzten Jahren hörte man vom Bestreben, “alte” und neue Medien zusammen zu führen.
Immerhin: SPORT1 will sich von sämtlichen Langweilern wie Call-In-Shows verabschieden und endlich “richtiges” Sport-TV machen. Dazu arbeitet man an einer Reihe neuer Sendungsformate (20 alleine im heurigen Jahr, zehn davon sollen bereits zur Umstellung laufen) und auch daran, mehr Live-Events zu zeigen.
So haben sich die TV-Macher bereits die Rechte für die Eishockey-WM in Deutschland sowie für die Leichtathletik-Meetings der Golden League gesichert. Das Highlight des Jahres, die Fußball-Weltmeisterschaft, wird SPORT1 mit 40 Ausgaben von “WM Aktuell” sowie dem “WM-Doppelpass” würdigen.
Weiters sollen – neben der Nutzung von Social Communities und Microblogging-Diensten – mobile Inhalte ein zentraler Bestandteil des neuen Konzepts sein. DWDL.de berichtet von “iPhone-Apps für die einzelnen Sportarten und ihre Communites” mit integrierten Videoinhalten.
Live-Streams, bisher beispielsweise auf dsf.de im Rahmen der englischen Cup-Bewerbe im Einsatz, sollen forciert werden. So will SPORT1 bei Rechtekäufen in Zukunft auch die Online-Rechte miterwerben.
Die Werbekampagne zur Senderumstellung soll bereits im Februar starten. Moderator Thomas Helmer baut anscheinend schon um. Jörg Wontorra und Udo Lattek auch.






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