Heute mal was Neues: Das 0:3 von Rapid gegen Hapoel Tel Aviv zum Nachhören. Einfach auf den Play-Button klicken (Flash benötigt) oder direkt HIER downloaden (MP3-File).

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Noch mehr Audio-Files vom Donnerstag gibt es hier.

Einen Tag vor dem für Rapid wichtigen Europa-League-Spiel gegen Hapoel Tel Aviv bittet Klubservice-Leiter Andreas Marek um frühes Erscheinen im Ernst-Happel-Stadion – den Temperaturen zumTrotz. Die simple Message: wer nicht rechtzeitig kommt, kommt nicht pünktlich ins Stadion.

Mareks Appell im O-Ton (bitte Play-Button klicken; Flash-Player erforderlich):

„Was ist Taktik? Es ist das Abwägen der eigenen Stärke- und Schwäche-Profile mit jenen des Gegners.“ – Ried-Coach Paul Gludovatz will das Thema „Taktik“ im Standard nicht überbewerten.

In einem Punkt hat FM4-Moderator Martin Blumenau ganz sicher recht. Der Overkill an Berichten im Vorfeld von Spielen des österreichischen Nationalteams ist ermüdend. Langweilig und austauschbar sind zwei Worte, die einem dabei sofort in den Sinn kommen. Oft gilt im Leben ja: weniger ist mehr. Und weniger Berichte über Pressekonferenzen oder „Insider-Berichte“ darüber, wer was gefrühstückt und wann Didi mit Irmi telefoniert hat, ließen den Journalisten ja eigentlich mehr Zeit für andere Dinge, die den Leser überraschen und unterhalten könnten.

Beinahe unabhängig voneinander entwickelte sich – neben Blumenaus Fußball-Journal – an zwei weiteren Stellen eine Diskussion zum gleichen Thema.

In der sportnet.at-Community Du-bist-Dein-Sport.at verfasste ein User folgendes Posting, das sich ungekürzt und unverändert wie folgt liest:

„dumm, dümmer, österr. Medien.
Mittlerweile ist bekannt dass der druck der medien oft viel unheil anrichtet. trotzdem wird völlig populistisch sofort nach 12 min einsatz in der nationalmannschaft mit messi, ronaldo und rooney verglichen. „ka ahnung von taktik“, aber billige effekte sind das rezept unserer journalisten. dabei wäre es wesentlich interessanter, taktik, spielverlauf und spielzüge des spiels zu analysieren. leider fehlt da flächendeckend die kompetenz – also verlegt man sich darauf, die meisten klicks zu bekommen.“

Die Kollegen Hörwertner und Lechner hatten nach dem Kurzauftritt von David Alaba im ÖFB-Dress im Archiv gekramt: welche Spieler debütierten in ähnlich jungen Jahren für ihre Nationalelf? Darunter weniger prominente Namen, aber eben auch Spieler wie die oben genannten.

Kollege Hörwertner antwortete:

„Mein Ansatz von gutem Sportjournalismus: Analysierend, hinterfragend, unterhaltend. Letzteres ist nicht unwichtig. Wir sind nicht in der Politik, es geht nicht um Leben und Tod. Sport ist Unterhaltung und Freizeitbeschäftigung – wir sollten das bei aller gebührenden Ernsthaftigkeit nie vergessen. [...]“

In einem Interview mit Sturm12.at spricht Blumenau über Fußballfans in Europa sowie über österreichische und italienische Anhänger im Speziellen. Seine Meinung: Österreichs Fußballinteressierte erhalten „auf jeden Fall weniger Anleitungen.“

„Der italienische Fan findet jeden Tag in der Gazzetta dello Sport, in Tuttosport oder im Corriere dello Sport deppensichere Anleitungen mit Grafiken, mit taktischen Aufstellungen, Bildchen, mit Tabellen und so weiter“, sagt Blumenau beispielsweise über die italienische Sportpresse.

Nun weiß man nicht, ob Blumenau jene drei Tageszeitungen täglich konsumiert. Die Gazzetta, die ja in Österreich relativ einfach in vielen Trafiken erhältlich ist und die ich mir auch regelmäßig gerne kaufe, mag auch sicher mehr über Taktik, Spielsysteme und sonstiges Datenmaterial bringen als jetzt zum Beispiel der Kurier.

Aber – wie ich auch hier schrieb – der ewige Mythos, dass die ausländischen Zeitungen voller taktischer Analysen stecken, ist tatsächlich ein Mythos, der hierzulande einfach so akzeptiert wird.

Die Ausnahme mögen vielleicht in manchen Fällen Vereins-Magazine sein: Il Romanista, eine Tageszeitung, die über die AS Roma berichtet, schafft es schon mal, die neuesten taktischen Meisterleistungen der Mannschaft rund um Francesco Totti auf zwei großformatigen Seiten darzustellen. Nur: irgendwann hat sich diese Thematik auch erledigt, da es für die breite Masse der Leser einfach ermüdend ist.

Unabhängig davon: Die Voraussetzungen, unter denen ausländische Sportjournalisten arbeiten können, sind durchaus andere als jene zwischen Neusiedler- und Bodensee. Während es etwa in Italien und Spanien zahlreiche Sport-Tageszeitungen gibt, in Deutschland mehrere Wochenzeitungen, begnügt sich Österreich mit zwei überregionalen Wochen-Magazinen und den Sport-„Büchern“ der Tagesmedien, die ein paar Seiten dünn sind.

Zum Vergleich: alleine von den beiden Samstagsspielen der Serie A (Genoa – Inter und Juventus – Fiorentina) berichten für die Gazzetta insgesamt neun(!) Redakteure auf acht Seiten.

Viel Personal, große Ressourcen, viele Menschen, die die mit Info vollbepackten Seiten kaufen. Die Gazzetta erscheint (laut Wikipedia) an Montagen in einer Auflage von über 800.000 (an sonstigen Tagen: etwa 400.000 verkaufte Exemplare), die österreichische SportWoche (laut Styria-Website) mit 68.000 Stück. El Mundo Deportivo, Zentralorgan für die Belange des FC Barcelona, erscheint täglich in einer Auflage von 130.000 Exemplaren.

„Der Sportjournalismus in Österreich ist mangelhaft ausgebildet“, betitelt Sturm12.at Blumenaus Interview. Mag sein. Wer aber nur ein einziges Mal eine Pressekonferenz des italienischen Nationalteams besucht hat, wird merken: die Österreicher sind nicht alleine, sondern in bester Gesellschaft.

Da schwingen Ehrfurcht und hündische Verehrung für die Akteure in den Fragen mit, da gibt´s schon mal Standing Ovations für besonders lieb gewonnene Spieler. Was vor allem eines beweist.

Fußball ist – wie jeder Sport – mit Emotion verbunden. Kein noch so schön ausformulierter Artikel über Taktik, Spielzüge, Pressing, Verschieben oder Raumdeckung kann das vermitteln, worum es im Sport geht: Sieg und Niederlage, Jubel und Trauer. Jeder Blickwinkel, der den Sport in seiner Gesamtheit darstellt (und da zählen taktische Analysen genauso dazu wie Interviews, Porträts, Hintergrundberichte und Gerüchte), ist eine Bereicherung – man beachte nochmals die beiden eingangs erwähnten Postings zu David Alaba.

Das extrem spannende Spiel zwischen Sturm und Rapid vom Sonntag ist der beste Beweis dafür, was Fußball ausmacht. Das kuriose Wasserball-Tor von Sunderland gegen Liverpool beherrscht nicht nur die Schlagzeilen, sondern flächendeckend die britischen Fußball-Communites.

Sport hat noch immer weit mehr zu bieten als Tore, Aufstellungen, Meter und Sekunden. Oder wollen Sie am Tag nach dem WM-Finale die Zeitung aufschlagen und nur auf zwei Taktiktafeln starren?

Die Diskussion zum Thema gibt´s hier >>

Mittlerweile weiß es schon jeder: Rapid tritt nächste Woche in Glasgow in roten Dressen an. Die Schotten empfinden das angeblich als Provokation, die Rapid-Fans finden´s gut, alle andere empfinden es als nerviges Thema. (sportnet.at)

Nochmal Rapid: die Verkäufe von Erwin Hoffer und Stefan Maierhofer sowie die Qualifikation für die Europa League erweisen sich als finanzieller Segen. Unterm Strich könnten mehrere Millionen Euro übrig bleiben. Was tun damit? Österreich spekuliert mit einem Leistungszentrum für den Nachwuchs. (Österreich)

Das heutige Bundesliga-Spiel Salzburg gegen Sturm Graz wird nicht nur auf Sky Sport, sondern auch in Serbien, Rumänien, Slowenien und Ungarn übertragen.  (Austrian Football on Television)

Heute Abend gastieren die Wolverhampton Wanderers bei Manchester United. Der Carling Cup, das ungeliebte Stiefkind des englischen Fußballs, könnte die ganz große Bühne für Stefan Maierhofer werden. Der Niederösterreicher dürfte in der Startelf stehen. Zudem ist sich United-Legende Alex Ferguson sicher, dass die Wolves in einigen Jahren wieder zu den Top-Adressen des englischen Fußballs zählen werden. In den 1950er-Jahren wurden die Wanderers drei Mal Meister. Anlässlich des Maierhofer-Transfers erinnerte sich auch mein Vater: „Das war damals die Mannschaft schlechthin.“ (Express & Star)

Der Hamburger SV testet derzeit den Stürmer Ebi Smolarek, an dem vor einiger Zeit angeblich Red Bull Salzburg interessiert war. Bei den jugendlichen Autogrammjägern ist Smolarek anscheinend nicht besonders bekannt. „Wie heißt du?“, fragten sie ihn nach einer Trainingseinheit. (Der HSV-Blog)

Als Nachschlag und zum Ende einer aus österreichischer Sicht nicht unerfolgreichen Europacup-Woche gibt es hier noch einige Audiofiles aus dem Wiener Ernst-Happel-Stadion (Rapid-HSV).

Jene aus der Grazer UPC-Arena (Sturm-Bukarest) finden sich hier.

Flash-Player erforderlich (hier downloaden)

Bruno Labbadia (HSV-Trainer)

Peter Pacult (Rapid-Trainer)

Frank Rost (HSV-Torhüter)

Helge Payer (Rapid-Torhüter)

Stefan Kulovits (Rapid-“Kampfgelse“ – sky-Deutschland-Kommentator: „Fachausdruck für Mücke“)

Steffen Hofmann (Rapid-Kapitän)

Jetzt ist es also fix. Was schon vor einigen Tagen berichtet wurde, wurde am Freitag offiziell bestätigt. Der Free-TV-Kanal Puls4 steigt mit dem zweiten Spieltag der Europa League groß ins Fußball-Live-Geschäft ein. Das Auswärtsspiel von Rapid Wien (am Donnerstag 3:0-Sieger über den HSV) bei Celtic Glasgow am 1. Oktober wird nämlich live übertragen. Und das in Kooperation mit sky.

„Produziert wird das Live-Spiel komplett von sky, die innerhalb der Kooperation mit Puls4 erstmals auch für das Free-TV in Österreich produzieren. sky-Moderator Thomas Trukesitz führt durch die Sendung“, heißt es in einer Presseaussendung. Als Experten begleiten Hans Krankl und Otto Baric durch den Abend. Kommentator ist Erich Auer.

Im Anschluss an das Live-Spiel zeigt Puls4 ab 23:05 Uhr Highlights aller anderen Spiele mit österreichischer Beteiligung. Die Übertragung aus Glasgow beginnt um 20:30 Uhr. Anpfiff in Schottland ist um 21:05 Uhr MEZ.

Keine Einigung zwischen sky und Serie A

Der Pay-TV-Kanal Sky muss wieder einmal die Segel streichen – und mittlerweile muss man sich die Frage stellen: wie viel Sport steckt eigentlich in Sky Sport?

Die jüngste Hiobsbotschaft für Fußballfans: Sky konnte sich mit der italienischen Serie A nicht einigen. Nach den abgebrochenen Verhandlungen mit der spanischen Primera Division der nächste Schlag ins Gesicht des Sky-Kunden.

Die SportBild berichtete am Mittwoch von gescheiterten Verhandlungen. Sky-Austria-Sprecher Alexander Winheim bestätigte: „Das ist korrekt. Die Serie A ist im Jahr 2009 nicht im Programm von Sky.“

Eine Hintertür bleibt allerdings geöffnet. Zu Beginn des Jahres 2010 soll es eine neue Verhandlungsrunde mit dem Vermarkter Sportfive geben.

Das Fußballprogramm von Sky bietet nun neben der Deutschen Bundesliga (für UPC und Liwest-Kunden in Österreich nicht empfangbar), der Champions League und der Europa League noch einige Spiele der Premier League, tipp3-Bundesliga und das Old Firm.

Fußball aus Spanien, Portugal, Niederlande, Frankreich? Fehlanzeige. Auch im US-Sport bleiben die Schirme finster. Doch dafür gibt es ja ESPN America.

Christian Nehiba meldet sich am Donnerstag live aus dem Ernst-Happel-Stadion, um die Partie zwischen Rapid Wien und dem Hamburger SV live für Sat.1 zu kommentieren.

Der Ex-ORF- und Premiere-Mann wird dabei von Christian Baier unterstützt, der gemeinsam mit Toni Polster durch den Abend führt. Das berichtet der Blog Austrian Football on TV. Ab 22:50 Uhr zeigt Sat.1 übrigens ausführliche Zusammenfassungen der Partien von Sturm, Austria und Salzburg.

Für den zweiten Spieltag der Europa League ist das Spiel zwischen Celtic Glasgow und Rapid auf Puls4 angesetzt.

Übrigens: ServusTV, der neue Fernsehkanal aus dem Hause Red Bull, der mit einem Sport-Talk aufwarten wird, startet nun voraussichtlich am 1. Oktober.

Sport-Talk: Konkurrenz für Sky aus Salzburg

Das 2:2 von Rapid gegen Red Bull Salzburg war nichts für für schwache Nerven. Der Spielfilm in aller Kürze: eine überlegene Rapid-Elf. Plötzlich jubelnde Salzburg-Fans. Ein Doppelschlag hatte Red Bull 2:0 in Führung gebracht. Am Ende freuten sich die Hütteldorfer Fans.

Denn ihre Mannschaft kam auf 2:2 heran, hatte in der Schlussphase (wie auch der Gegner) den Siegestreffer auf dem Fuß, gegen den jedoch auf beiden Seiten das lästige Aluminium etwas einzuwenden hatte.

Nach dem Spiel stellten sich die Trainer beider Teams wie üblich der Pressekonferenz. Diese gibt es hier komplett und ungeschnitten zum Nachhören. Ein gut gelaunter Huub Stevens und ein zufriedener Peter Pacult, der einem Vergleich von Steffen Hofmann mit Antonin Panenka einiges abgewinnen kann.

Zum Abspielen „Play“-Button klicken (Flash-Player erforderlich):

Während diese Zeilen geschrieben werden, läuft im TV die Wiederholung des Season Openers zwischen Pittsburgh und Tennessee auf ESPN America. Der Rest-der-Welt-Ableger des US-Sportsenders zeigt auch heuer wieder mehrere Partien pro Spieltag, darunter das Monday Night Game.

Am kommenden Montag werden die Oakland Raiders gegen San Diego Chargers in die Saison starten. Wer sich den Wecker stellen möchte, tut dies bitte für 4:15 Uhr (ist dann bei uns schon Dienstag).  Unmittelbar davor läuft ab 1 Uhr Buffalo Bills vs. New England Patriots. Schon um 23 Uhr melden sich Chris Berman und seine Experten zum „Monday Night Countdown“.

Die Begegnung der beiden Teams wird in unglaublichen 180 Ländern zu sehen sein. Möglicherweise aber nicht in der unmittelbaren Umgebung Oaklands.  In der NFL gibt es die sogenannte Blackout Rule.

„Ist ein Stadion nicht 72 Stunden vor Kick Off ausverkauft, darf das Spiel nicht in den Fernsehsendern der Region (Umkreis 75 Meilen) gezeigt werden“, schreibt dogfood in seinem Blog. „Sind 72 Stunden vor Kick Off nur noch einige tausend Karten erhältlich, wird die Deadline auf 48 oder 24 Stunden vor Kick Off verlegt. Teilweise kaufen Sponsoren die Restkarten en masse auf, um eine Übertragung zu ermöglichen.“

Österreich ist jetzt nicht wirklich von der Blackout Rule betroffen. Wer ESPN America empfängt, kann sich das Spektakel erste Reihe fußfrei geben. Beim Österreichischen Rundfunk (ORF) bleiben die TV-Schirme derzeit noch finster.

„Der ORF ist, was die Übertragungen der NFL betrifft, noch in Verhandlungen, eine Entscheidung könnte es nächste Woche geben“, lässt Pressesprecher Michael Krause am Freitagnachmittag wissen.

Auf die Nachfrage, wie ein mögliches Rechtepaket – sollte es erworben werden – aussehen könnte (Playoffs, Superbowl?), gibt sich Krause derzeit noch geheimnisvoll: „Das kann ich Ihnen hoffentlich alles nächste Woche erzählen.“

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