Martin Kallen ist ein viel beschäftigter Mann und ein gemütlicher Zeitgenosse. Der 44-jährige Schweizer ist der so genannte „Mister EURO“. Bei ihm laufen zum Thema Fußball-Europameisterschaft 2008 so ziemlich alle Fäden zusammen. Trotzdem kann er entspannen, wie er mir beim „Tag des Sports“ glaubhaft versicherte. Und dann sagt er so sympathische Dinge wie
„Wir sind sehr stark kommerzialisiert. Wichtig ist, dass uns allen bewusst ist, dass es um ein Spiel, einen Sport geht.“
„Wir wollen ein Fest, keine Festung. Wir wollen Freundlichkeit und keine Aggression zeigen.“
„Die Aktion ‘Österreich zeigt Rückgrat‘ ist Idiotie.“
„Ob die großen Nationen bei der EURO dabei sind, spielt wirtschaftlich keine Rolle, der Sport soll Vorrang haben.“
„Wenn die Möglichkeit besteht, die Fanmeile im Zentrum zu haben, ist das besser“ (als etwa auf der Donauinsel, Anm.).
Was den letzten Punkt angeht: Auf dem Weg vom Heldenplatz zur Redaktion habe ich in einer sehr österreichischen Tageszeitung von erneuten Streitigkeiten rund um die Platzierung der Fanmeile in Wien (Heldenplatz – Ring – Rathausplatz) gelesen. Das nervt höllisch.
Das komplette Interview mit Herrn Kallen gibt es übrigens hier zu lesen: sportnet.at.
Und ein bisschen ehrfürchtig habe ich diesen wirklich schönen EM-Pokal betrachtet:

Foto: Chris Singer




