„Du provozierst in Deiner Berichterstattung über Rapid mehr als – wenn überhaupt – bei anderen Vereinen“, schreibt mir ein lieber, dem SK Rapid alles andere als abgeneigte, Kollege aus dem Hause Mamma Media.

Anlass dafür war der Artikel „Pacult: Lautern noch nicht vom Tisch“. Darin geht es im wesentlichen um das nach wie vor bestehende Interesse des deutschen Zweitligisten am Erfolgstrainer der Hütteldorfer.

Nachdem Bruno Labbadia (Wunschkandidat Nummer eins) und Franco Foda (Wunschkandidat Nummer zwei) dem Vorstandschef der Pfälzer, Stefan Kuntz, binnen weniger Tage absagten, ist Pacult neben anderen Trainern also wieder ein Thema.

Das ist kein Herbeischreiben irgendwelcher sensationsgeilen Headlines oder eine Provokation (welche? wozu?) in irgendeine Richtung, sondern im Prinzip logisch.

„Kommt Zeit, kommt Trainer“, schreibt der FCK-Blog. Seit einem Monat steht der Kultklub vom Betzenberg ohne Übungsleiter da. Pacult, der „harte Hund“, ruft bei den Fans, die sich auf diversen Plattformen austauschen, wenig Begeisterung hervor. Man kann es ihnen nicht verübeln.

Das Image, das sich der heimische Fußball in den letzten Jahren mit aller Konsequenz aufgebaut hat, ist ein mäßig gutes. Und auch an Kurt Jara, der die Pfälzer vor einigen Jahren coachte, haben die Anhänger der Roten Teufel nicht die besten Erinnerungen.

Wie auch immer. Die nächsten Wochen werden entscheiden, wie es bei Lautern (und möglicherweise bei Rapid) weiter geht. Eine Provokation sehe ich nach wie vor nicht. Es gibt genau einen Menschen, der in Wien allen Spekulationen ein Ende setzen könnte.

Peter Pacult.

Er selbst war es, der sich via Kurier bei Lautern ins Gespräch gebracht hat und der in den Tagen danach nie dementierte. „Es gibt nichts zu kommentieren“ war schon das einzige, was man dem Wiener entlocken konnte.

Er könnte sagen: „Es gibt keinen Kontakt mit Kaiserslautern. Ich bleibe bei Rapid.“ Er tut es nicht. Will er nicht? Oder kann er nicht, weil es schlicht nicht die Wahrheit wäre?