Musik


Web- und Musiktipp für Sonntag: von 13:30 bis 1:30 Uhr - also zwölf Stunden ohne Unterbrechung - bietet Radio Ibiza Sonica (sehr nette Website übrigens!) einen Livestream von der Closing-Party im Space, dem angeblich besten Club der Welt. Das letzte Festl im Space bedeutet zugleich das Ende der Party-Saison, auch wenn der eine oder andere Club freilich weiterhin geöffnet hat. Viel Vergnügen!

Und so war´s letztes Jahr:

Irgendwie ist Wien ein Kaff. Woher diese Erkenntnis? Es gibt nur einen vernünftigen Club in der Stadt. Das Flex. Zu dieser Erkenntnis kam ich heute Nachmittag. Nach dem Termin mit Martin Kallen im Rahmen des Tag des Sports am Wiener Heldenplatz (mehr dazu später) gönnte ich mir neben einigen Sonnenstrahlen eine Melange samt Vöslauer prickelnd im Volksgarten Pavillon, las einige unwichtige Zeitungen. Mein Blick fiel dann auf die Volksgarten Diskothek. Angeblich eine der besten Locations der Stadt. Nicht mein Fall. Einige hundert Meter weiter – die Passage. Na sehr super, da macht mein Radiowecker lauter Musik.

Tags zuvor: ich lese erfreut auf technoboard.at, dass das Renaissance-Label ab Jänner 2008 Station in Wien macht. Und zwar regelmäßig. Residency nennt man das dann im Club-englisch. Als Location dient die Ottakringer Brauerei, in den Sommermonaten wird am so genannten Love Boat gefeiert. Die Brauerei ist natürlich eine lässige Location. Industrie-Feeling und so weiter. So richtig wohl fühlen kann ich mich dort aber nach wie vor nicht.

Herr D., in manchen Kreisen als „der Designer“ bekannt, von mir bezüglich der Renaissance-Residency per E-Mail in Kenntnis gesetzt, antwortet lapidar: „Was wir brauchen, ist ein neuer Club. Mit fettem Sound. Eine Konkurrenz zum Flex.“

Stimmt. Denn das Flex, so lässig es ist, stößt an seine Grenzen. Rückblende ins Frühjahr 2007, einer von vielen Abenden am Donaukanal, das Flex ist bummvoll, gefühlsmäßig fast zu voll. Nachfrage an der Tür: „Wie viel Leute habt Ihr drinnen?“ – „Keine Ahnung.“ Aha. Auch gut. Den Gedanken, was passieren kann, wenn was passiert, verdrängt man und versucht weiter, seinen Spaß zu haben. Aber irgendwie geht´s nicht so recht. Der Fairness halber sei gesagt, dass der Interview-Partner jener Mann mit dem Stempel war. Ich gehe davon aus, dass die Türsteher die Lage unter Kontrolle hatten.

Trotzdem meine Meinung – und ganz exklusiv habe ich die ja nicht: Ein zweites Flex muss her. Damit man am Abend die Qual der Wahl hat und sich auf der Tanzfläche nicht permanent auf die Zehen steigt. Muss doch möglich sein.

Apropos eingangs erwähntes Kaff: Sonntags spielen sie im Chelsea (meistens) großartige Musik. Leider ist man an diesem Abend oft allein in den großzügig angelegten Bögen. Somit verstehe ich auch wieder jeden, der in Wien die Finger vom Party machen/veranstalten lässt. Kann mir irgendjemand helfen?

Nachtrag:

party in schweden, übrigens: http://surfermaus.twoday.net/stories/4306485/

in einem (vermutlich aufgelösten) schlachthaus. und viel red-bull-werbung. hat auch was für sich…