„Haut die Routiniers raus“ wird in diesem Blog gefordert. Mal was anderes in Zeiten, in denen tagtäglich Kapazunder wie Ivica Vastic und Mario Haas ins ÖFB-Nationalteam reklamiert werden. Und irgendwie auch verständlich. Wenn für Vastic natürlich nicht zuletzt auch seine Performance beim 4:1 gegen Red Bull spricht.

Ebenso geht User udos mit ÖFB-Teamchef Josef Hickersberger hart ins Gericht. Die Frage, warum Roman Kienast anstelle von Roland Linz einberufen wird, kann ich nicht beantworten. Ebenso vor ein Rätsel stellt mich allerdings die Tatsache, warum Linz im Team nie an seine Leistungen bei Sporting Braga anknüpft. Kann er nicht? Will er nicht? Sind die Spielsysteme so unterschiedlich?

Eine sehr interessante Aufstellungs-Variante habe ich übrigens hier gefunden: Ballverliebte Teamchefs

Martin Kallen ist ein viel beschäftigter Mann und ein gemütlicher Zeitgenosse. Der 44-jährige Schweizer ist der so genannte „Mister EURO“. Bei ihm laufen zum Thema Fußball-Europameisterschaft 2008 so ziemlich alle Fäden zusammen. Trotzdem kann er entspannen, wie er mir beim „Tag des Sports“ glaubhaft versicherte. Und dann sagt er so sympathische Dinge wie

„Wir sind sehr stark kommerzialisiert. Wichtig ist, dass uns allen bewusst ist, dass es um ein Spiel, einen Sport geht.“
„Wir wollen ein Fest, keine Festung. Wir wollen Freundlichkeit und keine Aggression zeigen.“
„Die Aktion ‘Österreich zeigt Rückgrat‘ ist Idiotie.“
„Ob die großen Nationen bei der EURO dabei sind, spielt wirtschaftlich keine Rolle, der Sport soll Vorrang haben.“
„Wenn die Möglichkeit besteht, die Fanmeile im Zentrum zu haben, ist das besser“ (als etwa auf der Donauinsel, Anm.).

Was den letzten Punkt angeht: Auf dem Weg vom Heldenplatz zur Redaktion habe ich in einer sehr österreichischen Tageszeitung von erneuten Streitigkeiten rund um die Platzierung der Fanmeile in Wien (Heldenplatz – Ring – Rathausplatz) gelesen. Das nervt höllisch.

Das komplette Interview mit Herrn Kallen gibt es übrigens hier zu lesen: sportnet.at.

Und ein bisschen ehrfürchtig habe ich diesen wirklich schönen EM-Pokal betrachtet:

EM-Pokal
Foto: Chris Singer

Na bitte, schon habe ich ein Thema für den ersten Eintrag. Heute, Samstag, ist Tag des Sports in Wien, genauer am Heldenplatz.  Dass das Programm ein dichtes ist, beweist ein Blick auf den fast schon verwirrenden Lageplan. Was ich jetzt dort mache? Zum einen mal schauen, was es dort zu sehen gibt und was man dort machen kann – zum anderen arbeiten. Martin Kallen, Geschäftsführer der EURO 2008 SA, jener Tochtergesellschaft der UEFA, die die EURO 2008 veranstaltet, stellt sich meinen knallharten Fragen.